Umfragen in Telegram erstellen
Die Frage "kann man bei Telegram Umfragen machen" lässt sich kurz beantworten: Ja, Telegram bringt eine eigene Umfrage-Funktion mit, die direkt in einem Chat, einer Gruppe oder einem Kanal auftaucht, ohne einen externen Link oder ein zusätzliches Werkzeug.
Start › Häufige Fragen
Für eine abstimmende Person zählt dabei weniger, wie eine Umfrage entstanden ist, als das, was beim eigenen Antippen einer Option passiert: ob die eigene Wahl für andere Mitglieder sichtbar wird, ob sich die Stimme später noch ändern lässt, und wie eine Umfrage endet. Genau diese Fragen beantwortet der folgende Überblick aus Sicht der Abstimmenden.
Dieselbe Umfrage-Funktion steht dabei sowohl in einem kleinen Chat zwischen zwei Personen als auch in einer großen, öffentlichen Gruppe zur Verfügung, ohne dass sich die grundlegende Mechanik zwischen beiden Situationen unterscheidet. Was sich unterscheidet, ist vor allem, wer die eigene Stimme später sehen kann und wer die Umfrage überhaupt beenden darf.
Was beim Abstimmen selbst sichtbar wird
Eine Telegram-Umfrage kann anonym oder namentlich sichtbar angelegt sein. Bei einer anonymen Umfrage erfährt niemand aus der Gruppe oder dem Kanal, wie eine bestimmte Person abgestimmt hat, während bei einer nicht-anonymen Umfrage jede abgegebene Stimme mit dem jeweiligen Konto sichtbar bleibt.
Ob nur eine Antwort oder mehrere gleichzeitig ausgewählt werden dürfen, legt die Einstellung der jeweiligen Umfrage fest, nicht die abstimmende Person selbst. Bei einer Mehrfachauswahl lässt sich die eigene Stimme meist auch nachträglich noch um eine weitere Option ergänzen, solange die Abstimmung läuft.
Ist eine Umfrage als Quiz angelegt, markiert die Ersteller-Person eine der Antworten im Voraus als richtig. Nach der eigenen Auswahl zeigt Telegram sofort an, ob die gewählte Antwort korrekt war, und die eigene Stimme lässt sich in diesem Modus danach nicht mehr ändern.
Außerhalb des Quiz-Modus lässt sich die eigene Auswahl beliebig oft ändern, solange die Umfrage nicht beendet wurde. Ein erneutes Antippen einer anderen Option ersetzt die vorherige Stimme, ohne dass die Ersteller-Person darüber eine gesonderte Benachrichtigung erhält.
Bei einer nicht-anonymen wie auch bei einer anonymen Umfrage lässt sich der bisherige Zwischenstand in Prozent meist schon vor der eigenen Auswahl einsehen, sofern die Ersteller-Person diese Ansicht nicht bewusst verborgen hat. Nach der eigenen Stimmabgabe zeigt Telegram zusätzlich an, welchen Anteil die eigene Antwort im Vergleich zu den übrigen Optionen erreicht.
Eine Stimme ist an das jeweilige Telegram-Konto gebunden, nicht an ein einzelnes Gerät. Wer sich auf einem zweiten Gerät mit demselben Konto anmeldet und dieselbe Umfrage erneut öffnet, sieht die eigene, bereits abgegebene Stimme, kann sie aber nicht ein zweites Mal zusätzlich zählen lassen.
Bei einer als Quiz angelegten Umfrage kann die Ersteller-Person zusätzlich eine kurze Erklärung hinterlegen, die nach der eigenen Antwort eingeblendet wird und den Hintergrund der richtigen Antwort erläutert. Eine solche Erklärung erscheint unabhängig davon, ob die eigene Antwort richtig oder falsch war.
Der eigentliche Fragetext und die einzelnen Antwortoptionen bestehen aus reinem Text ohne eigene Formatierung, unabhängig davon, ob die übrige Nachricht im selben Chat sonst formatierten Text zulässt. Ein Bild oder eine Datei lässt sich einer Umfrage nicht direkt anhängen, sie bleibt auf Frage und Antwortoptionen beschränkt. Ein zur Frage passendes Bild taucht deshalb, wenn überhaupt, nur als eigene, getrennte Nachricht daneben auf, nicht als Teil der Umfrage selbst.
Wer abstimmen und wer die Umfrage beenden darf
In einer Gruppe darf grundsätzlich jedes Mitglied selbst eine Umfrage anlegen, sofern die Administration diese Möglichkeit nicht eingeschränkt hat. Für die abstimmende Person ändert das an der eigenen Teilnahme nichts, wohl aber daran, wer später die Umfrage vorzeitig beenden kann.
In einem Kanal, in dem nur die Administration Nachrichten veröffentlicht, bleibt auch das Anlegen einer Umfrage dieser kleineren Gruppe vorbehalten. Abonnentinnen und Abonnenten können dort ausschließlich abstimmen, nicht selbst eine neue Umfrage starten.
Beendet die Ersteller-Person eine Umfrage vorzeitig, nimmt Telegram ab diesem Zeitpunkt keine weiteren Stimmen mehr an. Das bis dahin erreichte Ergebnis bleibt für alle sichtbar, während eine eigene, bereits abgegebene Stimme dann nicht mehr zurückgezogen werden kann.
Wird eine Umfrage in einen anderen Chat weitergeleitet, entsteht dort technisch eine eigenständige Kopie mit einer neuen, eigenen Stimmenzählung. Eine in der Originalgruppe abgegebene Stimme zählt für die weitergeleitete Fassung nicht automatisch mit.
Verlässt eine abstimmende Person die Gruppe oder den Kanal, nachdem sie bereits abgestimmt hat, bleibt die abgegebene Stimme im Gesamtergebnis weiterhin gezählt. Ein späteres Verlassen der Gruppe entfernt eine einmal gezählte Stimme nicht rückwirkend aus der Auswertung.
Über das Ende einer Umfrage erhält eine abstimmende Person keine gesonderte Benachrichtigung, anders als bei einer neuen Textnachricht im selben Chat. Wer das Ergebnis verfolgen möchte, muss die entsprechende Nachricht im Chat selbst noch einmal aufrufen.
In einer öffentlichen Gruppe oder einem öffentlichen Kanal kann grundsätzlich jede Person, die dem Chat beitritt, eine laufende Umfrage sehen und daran teilnehmen, sofern sie noch nicht beendet ist. In einer privaten Gruppe bleibt eine Umfrage dagegen nur den bereits eingeladenen Mitgliedern zugänglich.
Ein Bot mit den entsprechenden Rechten kann in einem Kanal ebenfalls eine Umfrage veröffentlichen. Aus Sicht der abstimmenden Person unterscheidet sich das nicht von einer Umfrage, die eine Person unmittelbar selbst erstellt hat, weder bei der Anzeige noch bei der eigentlichen Stimmabgabe.
Eine Umfrage im privaten Chat zwischen zwei Personen funktioniert technisch genauso wie in einer Gruppe, wird dort aber deutlich seltener verwendet als eine einfache Frage im laufenden Text. Beide Personen sehen in diesem Fall dieselbe Umfrage und dasselbe Ergebnis, unabhängig davon, wer sie ursprünglich angelegt hat, weil ein privater Chat aus genau diesen zwei Mitgliedern besteht.
Was von Chat zu Chat unterschiedlich bleibt
Ob eine bestimmte Person in einer konkreten Gruppe überhaupt eine Umfrage anlegen darf, hängt von den dort vergebenen Rechten ab, die eine Administration jederzeit ändern kann. Diese Einstellung lässt sich von außen nicht pauschal beantworten, sondern nur innerhalb der jeweiligen Gruppe selbst einsehen, etwa über die Mitgliederliste und die dort hinterlegten Berechtigungen.
Auch ob eine Umfrage sichtbar bleibt, nachdem sie beendet wurde, oder ob eine Nachricht mit der Umfrage später gelöscht wird, entscheidet allein die jeweilige Gruppe oder der jeweilige Kanal, nicht eine allgemeine Voreinstellung von Telegram. Eine gelöschte Umfrage-Nachricht verschwindet dabei ebenso vollständig wie jede andere gelöschte Nachricht im selben Chat.
Ob eine Umfrage zusätzlich an den Anfang eines Chats angeheftet wird, entscheidet ebenfalls die Administration der jeweiligen Gruppe oder des Kanals, unabhängig von der Umfrage-Funktion selbst. Eine angeheftete Umfrage bleibt dadurch länger sichtbar, ohne dass sich an ihrer eigentlichen Zählung etwas ändert.
Bindet eine Gruppe einen Bot ein, der die Ergebnisse einer Umfrage automatisch auswertet, erhält dieser Bot dieselben Informationen, die auch ohne Bot in der Gruppe sichtbar wären, nicht zusätzliche Angaben zu einzelnen abstimmenden Personen bei einer anonymen Umfrage. Welche Auswertung ein solcher Bot konkret anzeigt, hängt von seiner eigenen Programmierung ab, nicht von einer Voreinstellung Telegrams, und lässt sich von außen nicht pauschal für jeden Bot gleich beschreiben.
Fast jeder deutsche Wettbewerb verbietet in den Teilnahmebedingungen gekaufte, künstlich erzeugte und automatisierte Stimmen. Veranstalter können solche Stimmen für ungültig erklären, Teilnehmer ausschließen und bereits zugesprochene Gewinne aberkennen. Ein offener Aufruf an das eigene Publikum, regulär abzustimmen, ist dagegen bei den meisten Organisatoren ausdrücklich erlaubt. Lesen Sie die Bedingungen, bevor Sie handeln.
Abstimmungssysteme prüfen Doppelabstimmungen über Konten, E-Mail-Adressen, Geräte und IP-Adressen. Wer sein Publikum offen zum Abstimmen aufruft, erzeugt genau das Muster, das diese Systeme erwarten: echte Konten, verschiedene Geräte, Stimmen verteilt über den Zeitraum. Massenhafte Stimmen aus einer Quelle fallen dagegen auf und werden häufig gar nicht erst gewertet.
Bei Wahlen und Abstimmungen in einer Volksvertretung ist der Kauf oder Verkauf einer Stimme strafbar. Solche Abstimmungen lehnen wir grundsätzlich ab. Bei privaten Gewinnspielen, Leserwahlen und Publikumspreisen entscheidet der Veranstalter über die Regeln; er muss die Teilnahmebedingungen klar und eindeutig angeben und kann Verstöße sanktionieren.
Wir verkaufen nichts und garantieren daher kein Ergebnis. Diese Seite dokumentiert, wie Abstimmungen funktionieren. Kein Anbieter kann verhindern, dass ein Veranstalter Stimmen verwirft oder einen Teilnehmer disqualifiziert. Wenn ein Wettbewerb gekaufte Stimmen ausschließt, ist die Teilnahme verloren, und dagegen gibt es keinen Schutz.
deutscher-engagementpreis.de psd-nachbarschaftspreis.de landwirtschaft-verstehen.at
Fragen
Nein, die Funktion ist fest in Telegram eingebaut und erscheint als gewöhnliche Nachricht im jeweiligen Chat, einer Gruppe oder einem Kanal, mit antippbaren Optionen statt einem Bild oder Text.
Nur, wenn die Umfrage nicht anonym angelegt wurde. Bei einer anonymen Umfrage bleibt die eigene Auswahl für andere Mitglieder unsichtbar.
Ja, solange die Umfrage kein Quiz ist und noch läuft. Ein erneutes Antippen einer anderen Option ersetzt die vorherige Stimme ohne gesonderte Bestätigung.
Nach der eigenen Auswahl zeigt Telegram sofort, ob die Antwort richtig war, und lässt danach keine erneute Antwort mehr zu.
Meist ja, außer die Administration hat diese Möglichkeit ausdrücklich eingeschränkt. In einem Kanal bleibt das Anlegen dagegen der Administration vorbehalten.
Nicht automatisch. Eine weitergeleitete Umfrage führt eine eigenständige, getrennte Zählung, unabhängig vom Ergebnis der ursprünglichen Umfrage.
Meist ja, als Prozentanteil je Option, sofern die Ersteller-Person diese Ansicht nicht bewusst verborgen hat.
Ja. Eine bereits abgegebene Stimme bleibt im Gesamtergebnis, ein späteres Verlassen der Gruppe entfernt sie nicht rückwirkend aus der Auswertung.
Frage zu einem konkreten Wettbewerb?
Schicken Sie den Link und die Deadline. Wir lesen die Teilnahmebedingungen und sagen, wie dieser Wettbewerb zählt und was das praktisch bedeutet — auch dann, wenn die Antwort lautet, dass sich hier nichts machen lässt.
Frage stellenZuletzt geprüft: