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Facebook-Umfrage in Gruppe und auf Seite

Eine Facebook Umfrage taucht an zwei sehr unterschiedlichen Orten auf: als Beitrag innerhalb einer Gruppe oder als Beitrag auf einer öffentlichen Seite. Beide sehen im Feed ähnlich aus, mehrere Antwortoptionen zum Antippen, aber wer überhaupt abstimmen darf und wer die Ergebnisse sieht, unterscheidet sich zwischen diesen beiden Orten erheblich.

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In einer Gruppe ist Abstimmen an die Mitgliedschaft gebunden, auf einer Seite genügt meist ein öffentlich sichtbarer Beitrag, den auch Nichtabonnenten sehen und beantworten können. Diese Trennung entscheidet darüber, wie groß der Kreis der potenziellen Stimmen überhaupt ist.

Facebook Umfrage in der Gruppe: an Mitgliedschaft gebunden

In einer Facebook-Gruppe kann meist jedes Mitglied eine Umfrage anlegen, sofern die Gruppenadministration diese Funktion nicht auf bestimmte Rollen beschränkt hat. Abstimmen dürfen ausschließlich Mitglieder der Gruppe, wer die Gruppe verlassen hat oder nie beigetreten ist, sieht die Umfrage entweder gar nicht oder kann sie nur lesen, aber nicht beantworten.

Die Administration einer Gruppe kann festlegen, ob Mitglieder eigene Antwortoptionen hinzufügen dürfen, zusätzlich zu den ursprünglich vorgegebenen. Das unterscheidet eine Gruppenumfrage von einer klassischen Abstimmung mit fest vorgegebenen Optionen und öffnet sie stärker für Vorschläge aus der Mitgliedschaft selbst.

Facebook Umfragen in einer geschlossenen oder privaten Gruppe bleiben für Außenstehende vollständig verborgen, bis jemand der Gruppe beigetreten ist. In einer öffentlichen Gruppe dagegen sehen auch Nichtmitglieder die Fragestellung selbst, dürfen aber weiterhin nicht abstimmen, solange sie der Gruppe nicht beigetreten sind.

Ob eine Gruppenumfrage nur eine einzige Antwort pro Mitglied zulässt oder mehrere gleichzeitig gewählte Optionen erlaubt, legt die Ersteller-Person beim Anlegen fest, unabhängig von der übrigen Konfiguration der Gruppe. Diese Einstellung entscheidet, ob ein zweiter Tipp die erste Wahl ersetzt oder als zusätzliche, parallele Stimme gezählt wird.

Werden dieselben Fragen und Antwortoptionen unabhängig voneinander in zwei verschiedenen Gruppen oder auf zwei verschiedenen Seiten veröffentlicht, entstehen dadurch zwei vollständig getrennte Umfragen mit jeweils eigener Zählung. Es gibt keine Funktion, die inhaltlich gleiche Beiträge an unterschiedlichen Orten zu einer gemeinsamen Stimmenzahl zusammenführt.

Eine Gruppenadministration kann eine ganze Umfrage entfernen oder eine einzelne Person aus der Gruppe ausschließen, wodurch deren künftige Beiträge verschwinden. Eine bereits abgegebene einzelne Stimme innerhalb einer bestehenden Umfrage lässt sich dagegen nicht gezielt herauslösen, ohne die gesamte Umfrage zu betreffen.

Innerhalb einer Gruppe zeigt eine Umfrage anderen Mitgliedern häufig nicht nur die Verteilung der Stimmen, sondern auch, welche Person welche Option gewählt hat, sofern die Ersteller-Person diese Sichtbarkeit nicht ausdrücklich einschränkt. Auf einer öffentlichen Seite dagegen sehen abstimmende Konten meist nur die aggregierte Verteilung, ohne dass die Auswahl anderer einzelner Konten offen einsehbar wäre.

Eine einzelne abgegebene Stimme löst bei den übrigen Mitgliedern oder Followern keine gesonderte Benachrichtigung aus, sichtbar bleibt nur die laufend aktualisierte Verteilung im Beitrag selbst. Lediglich die ursprüngliche Veröffentlichung der Umfrage erscheint als gewöhnlicher Beitrag im Feed der jeweiligen Mitglieder oder Follower.

Seiten können eine Umfrage im Voraus planen und für eine spätere Veröffentlichung terminieren, anstatt sie sofort zu veröffentlichen. Interaktiv und für abstimmende Konten sichtbar wird ein solcher Beitrag erst zum tatsächlichen Veröffentlichungszeitpunkt, nicht bereits beim Anlegen des geplanten Beitrags in der Verwaltungsoberfläche.

Umfrage auf der Seite: öffentlich sichtbar

Auf einer öffentlichen Seite kann nur die Administration der Seite eine Umfrage veröffentlichen, nicht jede Person, die der Seite folgt. Anders als in der Gruppe ist die Teilnahme hier nicht an eine Mitgliedschaft gebunden, jedes Konto, das den Beitrag sieht, kann grundsätzlich abstimmen, unabhängig davon, ob es der Seite folgt oder nicht.

Weil eine Seite öffentlich sichtbar ist, kann eine Umfrage dort ein deutlich größeres Publikum erreichen als in einer geschlossenen Gruppe. Gleichzeitig hat die Administration weniger Kontrolle darüber, wer konkret abstimmt, weil keine Mitgliedschaftsprüfung wie in einer Gruppe dazwischengeschaltet ist.

Wird eine neue Antwortoption zu einer bereits laufenden Umfrage hinzugefügt, bleiben bereits abgegebene Stimmen bei ihrer ursprünglichen Wahl, sie verschieben sich nicht automatisch zur neuen Option. Wer schon abgestimmt hat, kann die eigene Wahl aber häufig im Nachhinein noch einmal ändern und dabei auf die neu hinzugekommene Option wechseln.

Löscht die Ersteller-Person den zugrunde liegenden Beitrag, verschwindet die gesamte Umfrage einschließlich aller bereits gezählten Stimmen vollständig, ohne dass eine gesonderte Ergebnisliste erhalten bleibt. Ein Screenshot des Zwischenstands ist deshalb die einzige Möglichkeit, ein Ergebnis über das Ende des Beitrags hinaus festzuhalten.

Verlässt eine Person die Gruppe, nachdem sie bereits abgestimmt hat, bleibt offen, ob die frühere Stimme in der Zählung bestehen bleibt oder mit dem Verlassen der Gruppe entfernt wird. Facebook veröffentlicht dieses Verhalten nicht einheitlich, es kann sich zwischen einzelnen Gruppen und über die Zeit unterscheiden.

Häufungen von Kommentaren, die eine bestimmte Option fordern oder kritisieren, verändern die eigentliche Stimmenzahl der Umfrage nicht. Die Zählung selbst basiert ausschließlich auf den angetippten Optionen, ein Kommentar unterhalb des Beitrags fließt in keiner Form in das Ergebnis ein.

Auch der Text der eigentlichen Frage selbst lässt sich nach der Veröffentlichung bei den meisten Umfragen nicht mehr nachträglich ändern, ebenso wenig wie die ursprünglich vorgegebenen Antwortoptionen. Eine inhaltliche Korrektur der Fragestellung erfordert deshalb meist einen komplett neuen Beitrag mit einer neuen, eigenständigen Zählung.

Was sich zwischen Gruppen und Seiten nicht pauschal sagen lässt

Ob eine bestimmte Gruppe das Hinzufügen eigener Antwortoptionen erlaubt, wie lange eine Umfrage dort sichtbar bleibt, und ob eine Seite die Stimmenverteilung öffentlich zeigt oder nur intern auswertet, legt jede Gruppen- oder Seitenadministration für sich selbst fest. Eine einheitliche Regel für alle Gruppen und Seiten gibt es dafür nicht.

Ob eine Seite die Namen abstimmender Konten im Nachhinein einsehen kann oder nur die aggregierte Verteilung auf die einzelnen Optionen, veröffentlicht Facebook nicht einheitlich für alle Seitentypen. Diese Frage lässt sich deshalb nicht pauschal für jede Seite gleich beantworten.

Ob eine Administration die Ergebnisse einer Umfrage über die Ansicht im Beitrag hinaus als eigene Liste oder Datei sichern kann, hängt von der verwendeten Ansicht ab und ist nicht für jede Gruppe oder Seite gleich verfügbar. Ohne eine solche Sicherung bleibt der Zwischenstand nur so lange einsehbar, wie der Beitrag selbst bestehen bleibt.

Ob eine von der Administration verhängte Stummschaltung eines Mitglieds auch das Abstimmen bei einer bereits laufenden Umfrage verhindert oder nur das Verfassen neuer Beiträge und Kommentare betrifft, veröffentlicht Facebook nicht eindeutig. Diese beiden Einschränkungen lassen sich von außen nicht sicher auseinanderhalten.

Manche Seiten schränken die Sichtbarkeit einzelner Beiträge zusätzlich auf eine bestimmte Altersgruppe oder Region ein, wodurch nicht jede folgende Person eine veröffentlichte Umfrage überhaupt im eigenen Feed angezeigt bekommt. Diese Einschränkung wirkt sich auf die Reichweite der Umfrage aus, ohne dass sich das an der eigentlichen Zählung ablesen ließe.

Was Veranstalter in ihren Bedingungen verbieten

Fast jeder deutsche Wettbewerb verbietet in den Teilnahmebedingungen gekaufte, künstlich erzeugte und automatisierte Stimmen. Veranstalter können solche Stimmen für ungültig erklären, Teilnehmer ausschließen und bereits zugesprochene Gewinne aberkennen. Ein offener Aufruf an das eigene Publikum, regulär abzustimmen, ist dagegen bei den meisten Organisatoren ausdrücklich erlaubt. Lesen Sie die Bedingungen, bevor Sie handeln.

zooundco.de rockantenne.de deutscher-engagementpreis.de

Warum normale Teilnahme unauffällig bleibt

Abstimmungssysteme prüfen Doppelabstimmungen über Konten, E-Mail-Adressen, Geräte und IP-Adressen. Wer sein Publikum offen zum Abstimmen aufruft, erzeugt genau das Muster, das diese Systeme erwarten: echte Konten, verschiedene Geräte, Stimmen verteilt über den Zeitraum. Massenhafte Stimmen aus einer Quelle fallen dagegen auf und werden häufig gar nicht erst gewertet.

sparda-vereint.de pollunit.com help.pinpoll.com

Die rechtliche Lage in Deutschland

Bei Wahlen und Abstimmungen in einer Volksvertretung ist der Kauf oder Verkauf einer Stimme strafbar. Solche Abstimmungen lehnen wir grundsätzlich ab. Bei privaten Gewinnspielen, Leserwahlen und Publikumspreisen entscheidet der Veranstalter über die Regeln; er muss die Teilnahmebedingungen klar und eindeutig angeben und kann Verstöße sanktionieren.

ihk.de deutscher-engagementpreis.de

Was wir garantieren und was nicht

Wir verkaufen nichts und garantieren daher kein Ergebnis. Diese Seite dokumentiert, wie Abstimmungen funktionieren. Kein Anbieter kann verhindern, dass ein Veranstalter Stimmen verwirft oder einen Teilnehmer disqualifiziert. Wenn ein Wettbewerb gekaufte Stimmen ausschließt, ist die Teilnahme verloren, und dagegen gibt es keinen Schutz.

deutscher-engagementpreis.de psd-nachbarschaftspreis.de landwirtschaft-verstehen.at

Fragen

Nein, Abstimmen in einer Gruppe ist an die Mitgliedschaft gebunden. Wer nicht beigetreten ist, sieht die Umfrage je nach Einstellung der Gruppe gar nicht oder kann sie höchstens lesen, aber nicht beantworten.

Ausschließlich die Administration der Seite. Personen, die der Seite folgen oder den Beitrag sehen, können abstimmen, aber selbst keine eigene Umfrage auf dieser Seite veröffentlichen.

Das hängt von der jeweiligen Umfrage ab. Facebook zeigt üblicherweise, welche Optionen andere Mitglieder gewählt haben, sofern die Ersteller:in diese Sichtbarkeit nicht eingeschränkt hat.

Nur wenn die Ersteller:in oder die Gruppenadministration das ausdrücklich erlaubt hat. Ist diese Option deaktiviert, stehen ausschließlich die ursprünglich vorgegebenen Antworten zur Auswahl.

Ja, wenn die Ersteller-Person beim Anlegen eine Mehrfachauswahl aktiviert hat. Ohne diese Einstellung ersetzt eine zweite Auswahl lediglich die erste.

Die gesamte Umfrage verschwindet einschließlich aller bisher gezählten Stimmen. Es bleibt keine separate Ergebnisliste erhalten, ein vorheriger Screenshot ist die einzige Möglichkeit, den Stand festzuhalten.

Das lässt sich von außen nicht pauschal beantworten. Ob eine Stimme an die fortlaufende Mitgliedschaft gebunden bleibt oder nur an den Moment der Abgabe, veröffentlicht Facebook nicht einheitlich.

Nicht als eine einzige Zählung. Werden identische Fragen separat in zwei Gruppen oder auf zwei Seiten veröffentlicht, entstehen zwei vollständig getrennte Abstimmungen mit jeweils eigener Stimmenzahl.

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